Berichte


Herbstexkursion mit dem Fahrrad und zu Fuß

Im Einhäuser Bruch

Wintergoldhähnchen
Wintergoldhähnchen
Herbstzeitlose
Herbstzeitlose

Am Samstag, den 17. Oktober 2020, bei stark bewölktem Himmel, quasie zwischen zwei Regenzeiten, ging’s um 10 Uhr am Riedrodener Bahnhof los zu unserer diesjährigen Herbstexkursion!

 

Erster Stopp war gleich um die Ecke vom Bahnhof eine Dohlenkolonie, die sich im Riedrodener Wald in einer Gruppe von größeren und abgestorbenen Laubbäumen seit 2 Jahren angesiedelt hat. Nächster Halt war schon jenseits des Grenzgrabens zur Einhäuser Gemarkung, ab dort ging es zu Fuß weiter. Am Weg entlang besuchten wir einen von den Einhäuser Vogelfreunden angelegten Weiher, inzwischen Lebensraum für Amphibien und Reptilien, Insekten wie diverse Arten von Libellen und Wildbienen, regelmäßig in der Brutsaison anzutreffen auch Dorngrasmücke und kleinere Säugetiere. Entlang von Naturwiesenstreifen mit Überresten von Großer Karde und Königskerze führte unser Weg weiter, später fanden wir wunderschön blühend Echtes Leinkraut und auf einer Wiesenfläche ein Bestand von in Blüte stehenden Herbstzeitlosen. Endpunkt der Tour war die Weschnitz. Wir beobachteten einen kleinen Trupp Stockenten, ein Paar Höckerschwäne, einen Kormoran, konnten aus der Ferne einen größeren Schwarm Ringeltauben erkennen und hörten von der Bibliser Seite des Flusses einen Kolkraben rufen. Einen weiteren Raben hörten wir später auf unserem Rückweg im Einhäuser Bruch, unterwegs machten wir noch Halt an versteckt liegenden Teichen. Fotogen zeigte sich schließlich der Kleinste von allen, ein Wintergoldhähnchen, ehe wir pünktlich nach 2 Stunden wieder Richtung Zuhause radelten.

 

Aktiv in den Herbst

Blumenzwiebelsetzaktion des NABU Bürstadt

 

Am vergangenen Samstag haben siebzehn Freunde der blühenden Natur für den kommenden Frühling vorgearbeitet. Unter der Anleitung von Marion Brandner vom Naturschutzbund Bürstadt wurden auf dem Grünstreifen zwischen den Fahrbahnen der Oberschultheiß Schremser-Straße und im Bereich vor dem VfR-Stadion und dem BRSG-Vereinsheim an der Nibelungenstraße insgesamt 3500 Blumenzwiebeln gesetzt! Bei optimalem Arbeitswetter und in bester Laune gruben Groß und Klein Löcher für die Krokusse und Narzissen, und alle waren froh und stolz, dass wirklich sämtliche 3500 Blumenzwiebeln gesetzt werden konnten. Nun sind die Naturfreunde gespannt auf den bunten Anblick, der sich im kommenden Frühling zeigen wird und Mensch und Insekten erfreuen soll.

 

Wildtränke gereinigt

Ein Schild mit der Aufschrift "Eisenhauer-Tränke" wurde zu Ehren von Heinz Eisenhauer (im Bild ganz links) aufgestellt. Unermüdlich kümmert er sich seit Jahrzehnten um die nun nach ihm benannte Wildtränke.
Ein Schild mit der Aufschrift "Eisenhauer-Tränke" wurde zu Ehren von Heinz Eisenhauer (im Bild ganz links) aufgestellt. Unermüdlich kümmert er sich seit Jahrzehnten um die nun nach ihm benannte Wildtränke.

Fünf Kinder und neun Erwachsene der NABU-Gruppe Bürstadt sorgten am Freiwilligentag der Metropolregion im Bürstädter Wald für wohltuendes Nass für durstige Wildtiere. In den schmalen Zugangs-Pfad hineinragende tote Äste wurden abgesägt, ein Großteil des von Wildschweinen eingetragenen Erdreiches wurde aus der bereits vor Jahrzehnten betonierten Vertiefung herausgeschippt, Totholz aus der Umgebung zusammengetragen als Versteckmöglichkeit für Insekten und kleine Amphibien und Reptilien und, um den Erdeintrag durch Wildtiere zu verringern. Danach wurde die Tränke mit Wasser voll gepumpt, was auch gleich Insekten und Vögel anlockte. Ein Highlight besonders auch für die Kinder waren die bei der Reinigung der Wildtränke entdeckten Bergmolche: Zwei kleine und ein ausgewachsenes Exemplar, die in Sicherheit gebracht und nach der Befüllung der Tränke mit Wasser wieder vorsichtig eingesetzt wurden. Eine besondere Ehrung wurde dem ältesten Aktiven zuteil: Weil Heinz Eisenhauer die vom Verein der Vogelfreunde angelegte Wildtränke bereits seit Jahrzehnten betreut und auch an diesem Tag mithalf, wurde ein neues Schild aufgestellt und enthüllt, das diese Wildtränke ab sofort als "Eisenhauer-Tränke" kenntlich macht. Alle Anwesenden spendeten dem Geehrten Applaus, der sich sichtlich über die Ehrung freute und auch darüber, dass an diesem Tag Naturfreunde über mehrere Generationen hinweg gemeinsam konkret etwas für die Tiere des Waldes taten. Als die meisten der Helferinnen und Helfer bereits gegangen waren, konnten die verbliebenen Naturfreunde erfreut beobachten, wie zwei Kleiber und drei Kohlmeisen sich nach und nach trauten, ihren Durst an der frisch befüllten Tränke zu stillen.

 

Über 30 Insektenarten gemeldet beim Insektensommer 2020

Ackerhummel im Beobachtungsglas
Ackerhummel im Beobachtungsglas

Ausgestattet mit Becherlupen und Bestimmungsbücher erkundeten acht insektenkundige NABU-Aktive und junge Insektenbestimmungs-Neulinge gemeinsam aufmerksam das Gelände des Naturschutzbundes in Bürstadt. Am Ende konnten sie über 30 Arten im Rahmen der Aktion Insektensommer 2020 melden. So entdeckten die kleinen und großen Forscherinnen und Forscher unter anderem vier unterschiedliche Libellen-Arten und sogar acht unterschiedliche Schmetterlings-Arten. Dabei waren auch so attraktive und in einem "normalen" Garten kaum zu findende Arten wie der farbenfroh gemusterte Hauhechelbläuling und der prächtige Schillerfalter. Verschiedenste Käferarten, Wanzen, Wildbienen und Honigbienen, Hummeln und Heuschreckenarten rundeten das vielfältige Bild der gefundenen Sechsbeiner ab. Die Arten wurden anschließend online beim NABU-Bundesverband gemeldet und werden so Teil einer bundesweiten Citizen Science Aktion.


Schwalben willkommen

Am 28. Juli hat der NABU Bürstadt Frau Anita Hofmann die Auszeichnung
"Schwalbenfreundliches Haus" überreicht, weil an ihrem Haus Schwalben
und ihre Nester willkommen sind. Bei der Übergabe waren auch die
Mitbewohner des Hauses anwesend und freuten sich ebenfalls über die
Auszeichnung. Wer an seinem Haus oder beidspielsweise in seinem
Pferdestall Schwalbennester hat und sich über diese Flugkünstler freut,
kann sich beim NABU melden, um ebenfalls ausgezeichnet zu
werden.

 


Nistkastenworkshop für Schüler der Nibelungenschule in Hofheim

Der eigentlich in den Osterferien geplante Nistkastenworkshop des NABU Bürstadt für die Schüler der Nibelungenschule in Hofheim wurde in den Sommerferien nachgeholt. Mit drei Aktiven und allerhand Material im Gepäck besuchten wir die Kinder der Schülerbetreuung, so dass jeder im Laufe des Vormittags einen eigenen Nistkasten bauen und später mit nach Hause nehmen konnte. Nachdem Walter Schuck anhand eines Plakats erklärte, welche der heimischen Vögel zu den Höhlenbrütern gehören und Fragen der Kinder beantwortete, ging es an den Nistkastenbau. Alle Schüler waren mit großem Eifer dabei, die einzelnen Teile des Nistkastens zusammenzuschrauben, das Einflugloch zu bohren und die Dachpappe mit Nägeln zu befestigen. Es dauerte nicht lange und alle Beteiligten hatten erfolgreich ihren Nistkasten fertiggestellt. Dazu gab es dann noch Tipps zum Aufhängen und Säubern dieser Bruthilfe, sowie ein Heft der NAJU über Vögel. Alle waren sich einig, dass es eine gelungene Aktion war, die viel Spaß gemacht hat.

 


Singvogelnester-Schaukästen jetzt auf dem NABU-Gelände

Nachdem die Singvogelnester-Schaukästen des ehemals von den
Vogelfreunden Bürstadt angelegten Nistkasten-Lehrpfads wiederholt
beschädigt worden waren, hängten der NABU-Aktive Richard Ruh und Heinz
Eisenhauer als einer der Initiatoren des ursprünglichen Lehrpfads die
beiden Schaukästen mit den Singvogelnestern auf das NABU-Gelände, wo sie
nun sicher hängen und von allen Besucherinnen und Besuchern des
NABU-Geländes bestaunt werden können.

 


Generalversammlung am 22.11.2019

Unser aktueller NABU-Vorstand:

Christine Winkler (NAJU-Vertreterin),

Gerlinde Korbus (Kassenwartin),

Marion Brandner (stellvertretende Vorsitzende),

Michael Held (Vorsitzender).


Umweltpreis des Kreises erhalten - November 2019

Gemeinsam übergaben Landrat Christian Engelhardt und der für den Bereich Umwelt zuständige Kreisbeigeordnete Karsten Krug vor wenigen Tagen einen der drei Umweltpreise des Kreises Bergstraße an die Naturschutzbund-Ortsgruppe Bürstadt. In seiner Laudatio hob Karsten Krug hervor, dass das Engagement der Bürstädter Naturschützer besonders vielfältig und nachhaltig sei.

Die Vertreterinnen und Vertreter des Bürstädter Naturschutzbundes freuten sich zusammen mit Stadtrat Herbert Röchner über die Ehrung und das damit verbundene Preisgeld in Höhe von 900 Euro.


Kontrolle und Reinigung von Nistkästen im Bürstädter Wald

Der eine mag weiche Moospolster, der andere eine Mischung aus Grashalmen und Laubblättern: Gemeint sind Meisen auf der einen Seite und Trauerschnäpper auf der anderen Seite. Diese heimischen Singvögel beziehen gerne die Nistkästen, die eine Gruppe von insgesamt zwanzig NABU (Naturschutzbund)-Aktiven vor ein paar Tagen kontrolliert und gereinigt hat. Der NABU Bürstadt und seine NAJU-Kindergruppe war einen Vormittag im Bürstädter Wald unterwegs, um zu schauen, welche der über 200 Nistkästen belegt waren und welche Vogelarten die Kästen genutzt hatten. Als häufigste Arten in den Kästen hatten Meisen gebrütet, was an den Nestern aus Moos und teilweise noch unausgebrüteten kleinen weißen Eiern mit leichten Sprenkeln zu erkennen war. Nicht wenige Nistkästen waren auch vom Trauerschnäpper belegt gewesen, der ein Nest aus Blättern und Gras fertigt und der hellblaue Eier legt. Zusätzlich fanden sich in vielen Nistkästen Reste vom Schwammspinner, einem Nachtfalter, dessen Raupen gerne die Blätter von Eichen fressen und die sich vor allem in trockenwarmen Sommern stark vermehren können. So war es wichtig, dass die Naturschützer die Kästen reinigten, damit die höhlenbrütenden Singvögel im nächsten Jahr wieder freie Nistkästen für ihren Nachwuchs vorfinden. Nach getaner Arbeit rundeten die zwanzig Aktiven die Aktion mit einem Erfahrungsaustausch und mit warmen Getränken und Kuchen und herzhaftem Gebäck ab. Die jüngsten hatten neue Einblicke in die Welt der Nistkastenbewohner machen können und die erfahrenen NABU-Mitglieder freuten sich an der guten Gemeinschaft und der tatkräftigen Unterstützung durch die Jüngsten und deren Väter.

 


Fledermaus-Exkursion

Am 15. Juni hatte der NABU Bürstadt zu einer Fledermaus-Exkursion in den Bürstädter Wald eingeladen. Etwa 50 kleine und große Naturfreunde nahmen an der Exkursion teil und ließen sich von der Welt der Fledermäuse begeistern. Nach einer kurzen Einführung in die Lebensweise der Fledermäuse wurde der Ausflug von Breitflügel-Fledermäusen beobachtet. Im Anschluss daran konnte in der Dunkelheit die Rufe von Fledermäusen mit Hilfe von
Ultraschall-Detektoren hörbar gemacht werden und die Sichtung einiger "Glühwürmchen" rundete denspätabendlichen Waldspaziergang ab.


Krötenrettung

Seit Tagen warten die Erdkröten in ihren Winterverstecken auf einsetzenden Regen.Denn
neben der warmen Witterung ist Feuchtigkeit die zweite Voraussetzung für die alljährlich
stattfindende Krötenwanderung.Hier in Bürstadt wandern die Tiere vom Wald über die
Wasserwerkstraße und den Boxheimerhof Richtung Westen in die Feldgemarkung um zu ihren
Laichgewässern zu gelangen.
Seit 2017 beteiligen sich der NABU- Bürstadt und viele freiwillige Helfer beim Einsammeln
der Tiere, bevor diese die Straße überqueren.Besonders erfreulich war die spontane Mithilfe
mehrere Familien mit ihren kleinen Kindern.So konnten 2017 ,255 Erdkröten
gerettet werden. Im letzten Jahr, 2018, waren es bereits 887 Tiere. Ab und zu war auch mal
ein Bergmolch oder ein Grasfrosch dabei. Die Art und Anzahl der Tiere wird dokumentiert um
verlässliche Zahlen gegenüber den Behörden zu haben.Trotz aller Mühe wurden letztes Jahr
131 Erdkröten von Autos überfahren oder starben am Barotrauma.Dabei platzen die Lungen der
Tiere durch den Druck den ein Auto erzeugt wenn es schneller als ca. 30 km/h an ihnen vorbei-
fährt. Aus diesem Grund wird auch mit Schildern auf Tempo 30 hingewiesen.
Wer dieses Jahr gerne mithelfen möchte sollte eine Warnweste, Taschenlampe und einen
Eimer mitbringen.Wer die Tiere nicht mit den bloßen Händen anfassen möchte sollte sich noch
Handschuhe mitnehmen.


Nistkastenreinigung

Bei sonnigem Winterwetter gab es eine "Staffelstab-Übergabe" der besonderen Art. Denn die Vogelfreunde Bürstadt hatten den NABU Bürstadt gebeten, die von ihnen aufgehängten und über Jahrzehnte vorbildlich betreuten Nistkästen im Bürstädter Wald zu übernehmen, um auch in Zukunft die regelmäßige Kontrolle und Reinigung dieser Nisthilfen zu gewährleisten. So kam es dazu, dass Heinz Eisenhauer Stäbe an die Helferinnen und Helfer des NABU Bürstadt überreichte, mit denen die Nistkästen zum Zwecke der Reinigung ab- und wieder aufgehängt werden können. In einem tatkräftigen Team aus insgesamt zehn Vogelfreunden und NABU-Aktiven ging es dann in Zweiergruppen an die Kontrolle und Reinigung der 150 Nistkästen.
Zum Abschluss der Aktion schenkte Heinz Eisenhauer allen Helfern je nach Vorliebe heißen Kaffee bzw. heißen Apfelwein aus den eigens mitgebrachten Thermoskannen aus. Alle Helferinnen und Helfer freuten sich über den zügigen Verlauf der Aktion, die Sonne am Himmel und die herzliche Gemeinschaft. Wie zum Dank tirilierten mehrere Kohlmeisen im Geäst oberhalb der munteren Helferrunde und natürlich folgt die Fortsetzung der Aktion im Folgejahr, damit noch viele Singvögel Platz finden im "aufgeräumten Eigenheim" und so für Nachwuchs und abwechslungsreichen Gesang sorgen können.



Fledermausschutz

Anfang 2018 haben wir eine AG Fledermausschutz gestartet. In diesem Jahr haben wir im Bürstädter Wald einige Fledermaus-Quartierkästen angebracht und versucht, die im Bereich der Bürstädter Gemarkung vorhandenen Fledermausvorkommen zu detektieren. Außerdem haben wir zwei Fledermaus-Exkursionen angeboten sowie einen Workshop, bei dem Kinder Fledermaus-Flachkästen aus vorgesägten Holz-Teilen anfertigen konnten. 2019 wollen wir weitere Quartierkästen im Bürstädter Wald aufhängen, nicht zuletzt um ein dort bekanntes Vorkommen der seltenen Bechsteinfledermaus zu sichern.


Feuerwehr hilft Tieren im Wald

Am Donnerstag letzter Woche gab es einen gemeinsamen Einsatz von NABU und Freiwilliger Feuerwehr im Bürstädter Wald. Der Grund hierfür war die lang anhaltende Dürre, die nicht nur die Menschen, sondern auch die Waldtiere vor große Probleme stellt.Die letzten natürlichen Wasserstellen für Vögel, Igel und Eichhörnchen sind ausgetrocknet.Aber auch größere Tiere, wie Rehe und Wildschweine brauchen in diesem Sommer Wasser, da sie nicht genügend Grünpflanzen finden um ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken. Zum Glück wurden wurden schon vor einigen Jahrzehnten vom örtlichen Vogelverein und der NABU-Ortsgruppe, betonierte Tränken für Wildtiere geschaffen.Diese sind zum Teil mit Brunnen versehen und können bei Bedarf aufgefüllt werden. Hier gilt es insbesondere den Einsatz von Richard Ruh und seinen Helfern zu würdigen, die neben der Keilmanntränke nun auch die Tränke im ehemaligen Vogelschutzgebiet betreuen und per Handpumpe immer wieder Wasser auffüllen. Die anderen Betonwannen ohne Wasseranbindung waren in diesem Jahr ausnahmslos trocken gefallen und sind jetzt mit Hilfe der Bürstädter Feuerwehr wieder aufgefüllt worden. Aber auch die Bürstädter Jägerschaft war aktiv und hat am gleichen Tag eine Tränke an der Heyer Schneise mit Wasser befüllt.
Der NABU- Bürstadt bedankt sich an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei Siegfried Gebhardt und den beiden Aktiven der Bürstädter Feuerwehr für ihre spontane Hilfe .

Fahrradexkursion des NABU Bürstadt zur Weschnitzinsel von Lorsch

Am vergangenen Samstag hatte der Naturschutzbund (NABU) Bürstadt zu einer Fahrradexkursion zur Weschnitzinsel von Lorsch eingeladen. Dreizehn Naturinteressierte kamen mit dem Fahrrad zum vereinbarten Startpunkt der Exkursion und radelten nach einer kurzen Begrüßung nach Lorsch. Am Hans-Ludwig-Beobachtungsturm wurden sie von Christian Zurek vom Vogelschutzverein Lorsch empfangen, der ihnen sachkundig und sehr lebendig die Entwicklungen im Gebiet der Weschnitzinsel im Rahmen der Renaturierungsmaßnahmen schilderte. Mit Fernglas und Spektiv (Beobachtungsfernrohr) ausgerüstet konnten die Naturfreunde Grau- und Silberreiher, Nilgänse und Rehe und sogar einen Trupp von knapp zwanzig Kiebitzen entdecken. Besonders freute sich auch Christian Zurek über vier Rebhühner, die beim gemächlichen Überqueren des inzwischen für Mensch und Fahrzeuge gesperrten Weges zu beobachten waren. Bei einem weiteren Stopp im Osten des Gebietes konnte auch ein hier überwinternder Storch, ein rüttelnder Turmfalke und mehrere überfliegende Wacholderdrosseln beobachtet werden. Nach diesen vielfältigen Vogelsichtungen und den interessanten Ausführungen zur Entwicklung der Weschnithzinsel von Lorsch radelten alle wieder zurück nach Bürstadt, um dort mit einem gemeinsamen Mittagessen den Ausflug ausklingen zu lassen.

 



Nachhaltigkeit von Baumreihen

Nachhaltige Erhaltung der Baumreihen in der Bürstädter Feldgemarkung ist vertraglich verankert!

Wir haben durch Klarstellung der gesetzlichen Vorgaben und sachlich sinnvollen Vorgehensweise in den Sitzungen des Agendatisches Naturschutz diesen Erfolg für die Natur rund um Bürstadt möglich gemacht. "Am Mittwoch stimmten die Mitglieder des Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses einstimmig zu." Schön die Aussage "Das Konzept wurde im Dialog mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie Vertretern der Landwirtschaft erstellt" und das Zitat "Ungenehmigte Rodungen und Pappelbeseitigung nach Gutdünken sollen der Vergangenheit angehören.


Freiwilligentag 2018 - wir waren dabei

Wir haben am Freiwilligentag 2018 den Lebensraum für Insekten - Amphibien und Reptilien erweitert. Es wurde ein Teich angelegt und die Trockenmauer vergrößert.


Herbstlicher Garten für Igel und Vögel

Wenn die Tage kürzer werden, ist es Zeit, den Garten winterfest zu machen. Manch ein Garten wird im Herbst mit viel Mühe "ordentlich aufgeräumt" und dabei oft versehentlich viele Rückzugsräume für kleine Gartenbewohner zerstört. Naturgärtner sind hier klar im Vorteil: Wer seinen Garten naturnah gestaltet, spart jede Menge Arbeit und hilft außerdem noch Igeln, Insekten und Co. Der NABU Bürstadt gibt Tipps, was vor dem Winter getan werden sollte, damit der Garten auch im kommenden Frühjahr wieder voller Leben ist.

 

„Gärten sind wichtige Rückzugsorte für viele Arten, die immer weniger Unterschlupf und Überwinterungsmöglichkeiten in unserer Kulturlandschaft finden“, sagt Michael Held vom NABU Bürstadt. „Weniger aufräumen hilft Igeln, Siebenschläfern, Fledermäusen, Vögeln und Insekten gut über den Winter zu kommen. Und für Gärtner ist das sehr entspannend, weil man viel weniger Arbeit hat.“ Wer Vögeln im Winter Futter bieten will, sollte abgeblühte Stauden und andere samentragende Pflanzen wie Sonnenblumen und Karden nicht abschneiden sondern stehen lassen. Auch Fallobst auf der Wiese und Wildobst an den Sträuchern sollte bleiben – so finden gefiederte Gartenbewohner auch bei Minusgraden einen reich gedeckten Tisch vor. Um Insekten über die kalten Monate zu helfen, sollte ein Laubhaufen im Garten angelegt werden. Im wärmenden Laub sind Marienkäfer und Laufkäfer vor Kälte geschützt. Solitärbienen überwintern in hohlen Ästen, im Boden oder in Stängeln von Stauden. Auch eine Insektennisthilfe bietet ihnen einen guten Überwinterungsplatz. Der Laubhaufen im Garten hilft nicht nur Insekten über den Winter. Er ist der Allrounder unter den Winterquartieren. Erdkröten und Igel schätzen das Laub als Schutz gegen Kälte, insektenfressende Tiere als Nahrungsquelle. Als Mulchschicht auf den Beeten schützt Laub die Pflanzen vor Frost und dient auch hier als Winterquartier für Insekten. Wer noch mehr für Igel tun will, kann ein Igelhaus bauen. Eine Anleitung gibt es unter www.NABU.de/igelhaus.

 

Beim Baumschnitt anfallende Äste und Reisig können ebenfalls zu einem Haufen aufgeschichtet oder als Benjeshecke angelegt werden. So eine Totholzhecke bietet Schutz und Lebenraum für viele Insekten und andere Kleintiere, wie Mäuse. Vögel finden hier auch im Winter so manchen Leckerbissen mit sechs oder acht Beinen. Es muss ja nicht gleich so groß sein wie die Totholzhecke auf dem Gelände des NABU Bürstadt; schon ein einfacher Haufen oder eine Hecke von ein bis zwei Metern bietet viele Unterschlupfmöglichkeiten. „Die Natur kennt keinen Abfall. Reisig, Laub, Fallobst, abgeblühte Stauden, die im Herbst anfallen, sind nahrhaft und nützlich für viele tierische Gartenbewohner“, sagt Michael Held, „Wer naturnah gärtnert und diese ,Abfälle‘ im Garten lässt, kann sich im Herbst entspannt mit einer Tasse Tee zurücklehnen und die Früchte seines Gartens genießen.“

 



Eichhörnchenjunges findet Pflegemutti

Vor wenigen Tagen wendete sich eine aufmerksame Familie an den Naturschutzbund (NABU) Bürstadt. Sie hatte nach dem Besuch des neu eröffneten Indoorspielplatzes nahe der Naturoase Lachgärten ein junges Eichhörnchen entdeckt. Mit noch geschlossenen Augen und so hilflos, dass es sich problemlos aufgreifen ließ, dachten die Finder als erstes an den NABU Bürstadt und riefen bei dessen Vorsitzenden Michael Held an. Der konnte auch gleich zur Fundstelle kommen und es stellte sich heraus, dass sich in der Umgebung kein Elterntier zeigte. Scheinbar hatte der Sturm in der Nacht zuvor den Eichhörnchenkobel zerstört. Da Held selbst aber auch noch keine Erfahrung mit der Aufzucht und Pflege von Eichhörnchen hatte, recherchierte seine Frau Iris im Internet, was denn zu tun sein. So kam es dazu, dass sie den etwa vier Wochen alten Findling als erste Notversorgungsmaßnahme wärmten und mit einer Lösung von Honig in Wasser tropfenweise stärkten. Außerdem nahmen sie umgehend Kontakt zu Tanja Schäfer auf, deren Kontaktdaten sie über die Homepage des Vereins Eichhörnchen Schutz erhalten hatten. Diese erklärte sich auch sofort bereit, das Jungtier in Pflege zu nehmen. So machten sich Iris und Michael Held gleich auf nach Dreieich, wo Tanja Schäfer auf dem Gelände des dortigen Tierheims wohnt. Sie konnte bestätigen, dass das kleine Eichhörnchen zwar gesund, aber noch mehrere Wochen pflegebedürftig ist. Mit geübten Griffen bot Schäfer dem Knirps in einer kleinen Kunststoffspritze vorgewärmte Spezialmilch für Eichhörnchen an, die auch gleich eifrig getrunken wurde. Zufrieden gesättigt kuschelte sich das junge Eichhörnchen aus Bürstadt wenig später zwischen vier weitere Eichhörnchen-Pfleglinge, so dass offensichtlich war, dass der Nagernachwuchs hier in besten Händen ist.

 



Freiwilligentag 2016 - Vielfältige Lebensräume

NABU Bürstadt errichtet Totholzhecke und Trockenmauer

Getreu dem Motto "Wir schaffen was!" schleppten, schichteten, schnitten und sägten eifrige Helfer des Naturschutzbundes (NABU) Bürstadt am Samstag bei ihren Projekten im Rahmen des Freiwilligentages der Metropolregion Rhein-Neckar. Ziel des Projekttages war es, das vielfältige NABU-Gelände noch attraktiver für möglichst viele Tierarten zu machen. Konkret wurden eine Trockenmauer und eine Totholzhecke errichtet. Beide bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Tierarten, darunter Insekten, Amphibien, Reptilien und Vögel. Trockenmauern sind ein von Menschenhand geschaffenes Biotop, welches in den letzten Jahrzehnten immer seltener geworden ist. Sie bieten mit ihren zahlreichen Nischen und Ritzen Reptilien wie der seltenen Mauereidechse und Amphibien wie der Wechselkröte, aber auch Spinnen, Käfern und Insekten Unterschlupf. In größeren Nischen brüten zuweilen Vögel und auch Mäuse und Mauswiesel fühlen sich hier zuhause. Auf ihrer sonnenbeschienenen Oberfläche fühlen sich aber nicht nur wärmeliebende Tiere wohl, sondern auch Pflanzen wie Mauerpfeffer, Steinbrech und der seltene Streifenfarn. Eine Totholzhecke besteht aus zwei "Wänden" aus langen Stämmchen und dickeren Ästen, die zwischen Pfosten aufgeschichtet und verflochten werden. Dazwischen ist ein ein Meter breiter Abstand, der mit Reisig, Mulch und Hölzern unterschiedlicher Dicke gefüllt ist. Durch diese Bauweise können sich in der Totholzhecke verschiedenste Tierarten ansiedeln oder einen temporären Unterschlupf finden, brüten, ihre Jungen aufziehen oder überwintern. Die Hecke ist Lebensraum für Zaunkönig und Rotkehlchen, Insekten aber auch für Kleinsäuger wie beispielsweise dem Igel. Doch zunächst musste alles geplant und Material organisiert werden. Hier war Jürgen Manske federführend, der auch zusammen mit Günter und Patrick Ochsenschläger und unterstützt durch den Bauhof der Stadt Bürstadt in den Tagen zuvor alles herbeischaffte und vorrichtete. Am Projekttag selbst arbeiteten dann elf Aktive des NABU Bürstadt Hand in Hand, um Begrenzungspfosten zu setzen, Steine zu schichten, Totholz zurechtzuschneiden und einzufüllen, so dass bei strahlendem Sonnenschein und bester Arbeitslaune Trockenmauer und Totholzhecke kontinuierlich an Form gewannen und wuchsen. Auch Bürgermeisterin Bärbel Schader, die den Naturschützern einen kurzen Besuch abstattete, war ganz begeistert über das sich stetig weiter entwickelnde NABU-Gelände und die eifrigen Helferinnen und Helfer. Am Nachmittag war dann eine beachtliche Trockenmauer und eine große Totholzhecke entstanden, deren Ritzen, Zwischenräume, Versteckmöglichkeiten und Nischen nun auf die unterschiedlichsten Bewohner warten, die die Bauwerke der Naturschützer mit Leben erfüllen.


Tag der sauberen Landschaft

Unter dem Motto "für Mensch und Natur" engagieren sich beim NABU viele ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer. Rund 35.000 Ehrenamtliche leisten pro Jahr gemeinsam drei Millionen Stunden freiwillige und uneigennützige Arbeit für unsere Natur und Umwelt. Sie haben Lust, sich für die Natur einzusetzen? Mit einer Aufgabe, die Ihnen wirklich liegt? In einem netten und naturbegeisterten Team? Mit zahlreichen Möglichkeiten, etwas dazu zu lernen? Und einem von Ihnen selbst bestimmten Zeitaufwand? Dann sollten wir uns kennen lernen!