Vielfältiges Leben 

Der Naturschutzbund (NABU) Bürstadt hat auch in diesem Jahr wieder Vorschulkinder der Bürstädter Kindertagesstätten zu sich aufs vielgestaltige Naturgelände des Vereins eingeladen. An drei unterschiedlichen Terminen kommen insgesamt 125 Vorschulkinder aus 7 verschiedenen Kindertagesstätten zu den Naturschützern auf das Gelände. Nach den beiden ersten naturpädagogischen Vormittagen hat sich bereits gezeigt, dass diese Aktion ein voller Erfolg wird. Die Kinder sind mit Freude und voller Wissensdurst dabei. So lernen sie, wie sich ein Schmetterling im Laufe seines Lebens aus einem Ei über die immer größer werdende Raupe und schließlich durch die Verpuppung hin zum fertigen Schmetterling verwandelt. Außerdem lernen die Kinder beim Rundgang die unterschiedlichsten Lebensräume auf dem NABU-Gelände kennen. Sie erfahren, was man für die Schmetterlinge und ihre Raupen im eigenen Garten tun kann. Auch der Körperbau und die Ernährung der Schmetterlinge sind Thema bei den Vormittagen mit den Vorschulkindern. Während ihrer Zeit auf dem NABU-Gelände entdeckten die Kinder auch die Störche in ihrem hochgelegenen Nest. Dort füttern die beiden Elterntiere ihren frisch geschlüpften Nachwuchs. Zwischen den Stationen zum Leben der Schmetterlinge gab es auch eine Pause zur Erholung und Stärkung, bei dem die Kinder ihr mitgebrachtes Pausenbrot und frischen Kräutertee verkosten konnten. Am Ende der Vormittage waren sowohl die zu Besuch kommenden Erzieherinnen und Erzieher mit ihren Kindern wie auch die Aktiven des Naturschutzbunds Bürstadt äußerst zufrieden über die gemeinsame Aktion. In lebendiger Vielfalt wurde vielfältiges Leben erlebbar gemacht!

Was die beigefügten Fotos zeigen:

„Schmetterlingsvormittag 19Mai26 Körperbau“: Kreative Legearbeit zum Körperbau der Schmetterlinge

„Schmetterlingsvormittag18Mai26 schwebende Schmetterlinge“: Vorschulkinder lassen gebastelte Schmetterlinge auf ihren Findern „schweben“.

 

„Schmetterlingsvormittag19Mai26 Pause“: Wohlverdiente Pause der 37 Vorschulkinder, die am 19. Mai beim NABU Bürstadt zu Besuch waren

Vogelstimmenexkursion am 25. April 2026

 

 

Bunte Gesangsvielfalt

Erfolgreiche Vogelstimmenexkursion des Naturschutzbundes Bürstadt

Am zeitigen Samstagmorgen trafen sich einige Naturinteressierte auf Einladung des Naturschutzbundes (NABU) Bürstadt, um dem morgendlichen Vogelgesang zu lauschen. Am Ortsrand von Riedrode, auf den angrenzenden Feldern und im benachbarten Wald konnten die Naturfreunde etwa dreißig Vogelarten hören und größtenteils auch sehen. So identifizierte Exkursionsleiter Peter Petermann unter anderem einen Grauspecht, zahlreiche Nachtigallen und Mönchsgrasmücken, Fitis, Zilpzalp und Girlitz an ihrem Gesang und erläuterte den Teilnehmern der Exkursion, woran der Gesang dieser Vogelarten zu erkennen ist. Auf den Feldern bei Riedrode konnte die Gruppe mehrfach Bachstelzen und auch Schafstelzen sichten. Besondere Highlights waren die Beobachtungen von Schwarzkehlchen und einer Rohrweihe, die über ein Schilfgebiet kreiste. Außerdem freuten sich die Exkursionsteilnehmer über die für Riedrode typischen Rauch- und Mehlschwalben. Neben diversen Vogelarten waren auch Rehe zu beobachten. Interessant war auch, zu bemerken, welche Arten in welchen Lebensräumen vorkommen: Der Jagdfasan etwa auf der freien Feldflur, Fitis und Zilpzalp bevorzugt im lichten Wald, die Nachtigall in Büschen und Hecken mit Vegetation bis zum Boden, die Dorngrasmücke in Hecken zwischen Feldern. Insgesamt war die Vogelstimmenexkursion des NABU Bürstadt ein erfreulicher Gang durch die Natur rund um Riedrode mit vielen Einsichten, Ausblicken und Höreindrücken, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Augen und Ohren geöffnet hat und zu weiteren Spaziergängen in der Natur motiviert.

Die Fotos zeigen:

Einige der Exkursionsteilnehmer am Feldrand bei Riedrode (Fotografin: Marion Brandner)

Rauchschwalbe auf einer Leitung ruhend (Fotograf: Michael Held)

 

Schafstelze auf einem Ast sitzend (Fotograf: Michael Held)

Erfolgreiche Jahresversammlung des Naturschutzbundes Bürstadt

 

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des NABU Bürstadt am 17. April 2026 im Pfarrsaal St. Peter konnte der Vorsitzende Michael Held zahlreiche Mitglieder und interessierte Gäste begrüßen. Zu Beginn des Abends nahm Helmut Deckenbach die Anwesenden mit auf eine eindrucksvolle Bilderreise durch die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Mit faszinierenden Aufnahmen von Gartenvögeln, Schmetterlingen, Insekten und Pflanzen stimmte er auf die anschließende Versammlung ein. Der offizielle Teil begann mit dem Jahresbericht. Hier blickte Michael Held auf zahlreiche Aktivitäten der NABU-Gruppe zurück. Dazu gehörten unter anderem Vogelstimmenexkursionen, eine Fledermauswanderung, die Krötenretteraktion sowie Umweltbildungsangebote für Vorschulgruppen und Schülerinnen und Schüler der Schillerschule. Auch die regelmäßige Pflege des Geländes, Wintervogelfütterungen, die Reinigung von Nistkästen sowie die Teilnahme am Runden Tisch Naturschutz in Bürstadt wurden hervorgehoben. Besonders aktiv zeigte sich zudem die NAJU-Kinder- und Jugendgruppe mit ihren monatlichen Treffen. Die Kassenwartin Gerlinde Korbus berichtete von soliden Finanzen. Besonders erfreulich war eine Großspende der Schillerschule Bürstadt über 4.250 Euro, die durch einen Spendenlauf der Schülerinnen und Schüler erzielt wurde. Größter Ausgabeposten war die Errichtung eines Zauns nach dem Abriss eines Gebäudeteils. Die Kassenprüfer bestätigten eine einwandfreie Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstands, die einstimmig erfolgte. Bei den anschließenden Wahlen wurde Michael Held ohne Gegenstimmen als Vorsitzender im Amt bestätigt. Ebenso wurden Marion Brandner als stellvertretende Vorsitzende und Gerlinde Korbus als Kassenwartin ohne Gegenstimmen wiedergewählt. Neue Kassenprüfer sind Nora Retzer und Matthias Brenner. Unter dem Punkt Verschiedenes wurde angeregt, künftig regelmäßig kleinere Beträge an bundesweite Naturschutzprojekte des NABU zu spenden. Der Vorschlag fand breite Zustimmung und soll in einer der nächsten Sitzungen konkretisiert werden. Der Vorstand des NABU Bürstadt freut sich nun auf ein weiterhin abwechslungsreiches Jahr in und für die Natur und lädt alle Interessierten ein zur Vogelstimmenexkursion am Samstag, dem 25. April in Riedrode ein. Die Exkursion beginnt um 7 Uhr am Bahnhof Riedrode und wird zu Fuß durchgeführt. Der Rundweg dauert zwei bis drei Stunden. Wer ein Fernglas besitzt, möge dies bitte mitbringen.

Projektwoche der Schillerschule: Junge Vogelforscher zu Gast beim NABU

 

Bürstadt – Eine besondere Lernerfahrung inmitten der Natur erlebten 21 Kinder der Schillerschule Bürstadt während ihrer Projektwoche. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Sibylle Klos besuchten sie das Gelände des Naturschutzbundes (NABU) Bürstadt, um sich intensiv mit dem Thema Vögel auseinanderzusetzen. Schon beim Ankommen auf dem weitläufigen Naturgelände des NABU Bürstadt wurde schnell klar: Hier gibt es viel zu entdecken. Mit offenen Augen und gespitzten Ohren begaben sich die Kinder auf die Spur der heimischen Vogelwelt. Sie lernten, verschiedene Vogelarten anhand ihres Aussehens zu unterscheiden, und übten, typische Vogelstimmen zu erkennen. Dabei erfuhren sie auch Spannendes über die Lebensweise der Tiere – etwa, wo sie nisten, was sie fressen und wie sie ihre Jungen aufziehen. Ein besonderes Highlight der Projektgruppe war das praktische Arbeiten: Jedes Kind durfte seinen eigenen Nistkasten bauen. Mit viel Begeisterung wurde gehämmert, geschraubt und zusammengebaut. Am Ende konnten alle stolz ihr selbst gefertigtes „Vogel-Zuhause“ mit nach Hause nehmen – ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz direkt vor der eigenen Haustür. Große Faszination lösten auch die Störche aus, die auf dem NABU-Gelände brüten. Die Kinder beobachteten die imposanten Vögel aus sicherer Entfernung und erfuhren viel über ihr Leben, ihre weiten Zugreisen und die Aufzucht ihrer Jungen. Für viele war dies ein unvergessliches Erlebnis. Die Aktion zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und anschaulich Lernen außerhalb des Klassenzimmers sein kann. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Naturschutzorganisation wurde den Kindern nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch ein Bewusstsein für den Schutz der Natur und ihrer tierischen Bewohner geschaffen. Auch im April ist der NABU Bürstadt wieder aktiv: So bietet der Naturschutzbund am 12. April von 13 Uhr bis 18 Uhr eine Pflanzentauschbörse auf dem Frühjahrsmarkt der Stadt Bürstadt an. Der entsprechende Stand befindet sich auf Höhe der Nibelungenstraße 60. Hier können (Jung-)Pflanzen und Ableger getauscht bzw. geholt werden zur Erhöhung der (heimischen) Artenvielfalt im eigenen Garten bzw. Balkon. Gerne können Interessierte vorgezogene Keimlinge, überzählige Pflanzen und Ableger vorbereiten und mitbringen. Sicherlich findet sich hier für jede und jeden eine Pflanze zur Bereicherung des eigenen Gartens bzw. Balkons. Und am 17. April lädt der Vereinsvorstand des NABU Bürstadt alle Mitglieder zu seiner Jahresversammlung ein. Die Versammlung findet im Pfarrsaal von St. Peter in der Siegfriedstraße 59 statt und beginnt um 18 Uhr mit einem Bildvortrag des Fotografen Helmut Deckenbach zu unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt.

Mit dem Hubsteiger Storchennest vom Müll befreit

Natur erleben und schützen

 

Der NABU Bürstadt startet in ein abwechslungsreiches Naturschutz-Jahr

 

Gute Vorsätze für das neu begonnene Jahr sind dafür da, umgesetzt zu werden. Deshalb haben sich acht Aktive des Naturschutzbundes (NABU) Bürstadt am Samstag bei frischen Januartemperaturen im Bürstädter Wald getroffen, um den guten Vorsatz umzusetzen, der heimischen Vogelwelt zu helfen. Denn jetzt ist es Zeit, Nistkästen zu kontrollieren und zu reinigen, damit die Vögel für ihre kommende Brut wieder freie Nisthilfen vorfinden. Dabei zeigte sich, dass die meisten der Nistkästen im Bürstädter Wald genutzt wurden von Blaumeisen, Kohlmeisen und vom Trauerschnäpper. Blau- und Kohlmeisen sind auch in unseren Gärten regelmäßig anzutreffende Singvögel, während der Trauerschnäpper den Wald bevorzugt. Neben Singvögeln waren einzelne der Kästen auch von Gelbhalsmäusen belegt. Diese Kästen wurden natürlich nicht gereinigt, sondern gleich wieder verschlossen, damit das von den Mäusen aus Blättern, Gräsern und Moos gefertigte Domizil erhalten blieb. Ein zusätzliches Angebot für die heimische Vogelwelt, das der NABU Bürstadt den guten Vorsätzen entsprechend bereithält, ist die Wintervogelfütterung: Von Dezember bis Februar bieten die Naturschützer aus Bürstadt an ausgewählten Stellen im Bürstädter Wald Sonnenblumenkerne und Waldvogelfutter an. Meisen, Finken und Kleiber nehmen dieses Angebot eifrig an und können so gut genährt durch den Winter kommen. Im Februar nehmen Vertreter des NABU Bürstadt dann an einem kreisweiten Vernetzungstreffen des Naturschutzbundes teil, um gute Vorsätze und Ideen für deren Umsetzung mit anderen Aktiven zu teilen. Im März nimmt der NABU Bürstadt an der „Aktion Saubere Landschaft“ der Stadt Bürstadt teil und bietet außerdem zwei naturpädagogische Vormittage für die Schillerschule Bürstadt an. Im April steht die inzwischen schon mehrfach angebotene Pflanzentauschbörse auf dem Frühjahrsmarkt der Stadt Bürstadt an und die Generalversammlung am 17.4., sowie eine Vogelstimmenexkursion in Riedrode am 25.4. um 7 Uhr am frühen Morgen. Im Mai besuchen Vorschulkindergruppen mehrerer Bürstädter Kindertagesstätten das NABU-Gelände für ein buntes Naturprogramm. Weitere Angebote und Aktionen wie eine Radtour, die jährliche Fledermaus-Exkursion, ein gemütliches Beisammensein rund um das Thema „Äpfel“ und ein herbstlicher Ausflug werden in der zweiten Jahreshälfte folgen, ganz im Sinne der guten Vorsätze der Aktiven des NABU Bürstadt, auch im Jahr 2026 die heimische Natur zu schützen und sie für interessierte Kinder und Erwachsene erlebbar zu machen. Weitere Infos auf der Homepage des Vereins unter nabu-buerstadt.de/termine oder auf Anfrage beim Vorsitzenden Michael Held per Mail [email protected].

Einer der NABU-Aktiven bei der Reinigung eines Nistkastens im Bürstadter Wald.

Mit einer Drohne über unser Storchennest

Da unser Storchennest schon viele Male bebrütet wurde und wir uns einen Überblick über den Zustand im Nest verschaffen wollten, haben wir eine Drohne losgeschickt, um von oben das Nest zu begutachten. Es sind einige Kunstfasern zu sehen, sodass wir möglichst noch vor der kommenden Brutsaison mit einem Hubsteiger den Unrat ausräumen wollen. Zugleich fand das erste Treffen für dieses Jahr der Kindergruppe auf unserem Gelände statt und die Kids konnten den Drohnenflug mit beobachten, um anschließend Stockbrot am Lagerfeuer zu backen.

NABU-Exkursion zum Altrhein bei Eich-Gimbsheim

Der Eich-Gimbsheimer Altrhein gehört zu den sehr alten Rheinmäandern, die schon vor der Begradigung des Oberrheins auf natürliche Weise entstanden sind. Seine Größe und teilweise naturnahe Erhaltung machen ihn zu einem besonders eindrucks- und wertvollen Beispiel für die Großartigkeit der früheren Rheinauen-Landschaft. Am Samstag, dem 13. September machte der Naturschutzbund (NABU) Bürstadt eine naturkundliche Exkursion dorthin. Seit Jahrzehnten steht der Eich-Gimbsheimer Altrhein als großes Schilfgebiet mit offenen Wasserflächen unter Naturschutz. Für viele Vogelarten im Schilfröhricht ist er eines der wichtigsten Brutgebiete am Oberrhein, aber auch außerhalb der Brutzeit sind viele durchziehende und rastende Wasservögel und Arten der Verlandungszone anzutreffen, z.B. Graugänse, Bartmeisen, Rohrweihen, Reiher und Rallen. Botanisch sind die Pfeifengraswiesen besonders bemerkenswert, aber auch im Röhricht kommen sehr seltene Arten vor, wie die Glanz-Wolfsmilch. Ein Erlebnispfad und Beobachtungshütten bieten Ausblicke auf den Altrhein und Informationen zur Artenvielfalt und zur Geschichte der Landschaft. Die Tour am Altrhein-Erlebnispfad mit Zwischenstopps an den Beobachtungspunkten ging drei Stunden. Gegen 13h machten wir eine Rast im Restaurant Rheinperle in Rheindürkheim und ließen den schönen Ausflug ausklingen.

Begegnung mit nächtlichen Flugakrobaten

 

 

Gelungene Fledermaus-Exkursion des NABU Bürstadt

 

 

Bei angenehmen Sommertemperaturen waren am vergangenen Freitagabend 35 Fledermaus-Interessierte zur Exkursion des Naturschutzbundes (NABU) Bürstadt zum Bürstädter Waldparkplatz gekommen. Vertreten waren die unterschiedlichsten Altersgruppen , teils Grundschulkinder mit deren Eltern, teils ältere Erwachsene. Manche nahmen erstmals an einer Fledermaus-Exkursion des NABU Bürstadt teil, andere waren zum wiederholten Male dabei. Die Kinder waren teilweise sogar verkleidet mit „Fledermaus-Flügeln“. Nach einer Einführung zur Lebensweise der Fledermäuse durch den NABU-Vorsitzenden Michael Held ging es die Wasserwerkstraße entlang tiefer in den Wald hinein und letztlich zu den Gebäuden des Wasserwerks. Dort konnten die Exkursionsteilnehmer den Ausflug von Breitflügel-Fledermäusen aus dessen Sommerquartier beobachten. Nach und nach flogen die großen Fledermäuse direkt über den Köpfen der Beobachtenden hinweg in den Wald hinein zu ihren Jagdquartieren. Gespannt zählten die kleinen und großen Fledermausfreunde die Anzahl der ausfliegenden Individuen und kamen schließlich auf die beachtliche Zahl von insgesamt 62 Breitflügelfledermäusen! Auch auf dem Rückweg konnte die Gruppe noch Fledermäuse auf ihrer Jagd nach Insekten entdecken. Denn die Gruppe war ausgerüstet mit speziellen Fledermaus-Detektoren, die die ansonsten für das menschliche Ohr unhörbaren Ultraschall-Rufe der Fledermäuse hörbar machen. So begegneten ihnen hier weitere Breitflügelfledermäuse, aber auch Zwergfledermäuse und Mückenfledermäuse. Als weitere interessante Naturbeobachtungen am Rande der Exkursion seien auch die imposanten großen Käfer der Art Großer Heldbock genannt und der erfreuliche Anblick der in der Dunkelheit leuchtenden sogenannten „Glühwürmchen“, die eigentlich Leuchtkäfer sind und mit ihren leuchtenden Hinterteilen Partner anlocken. Nach etwa zwei Stunden im zunehmend dunkler werdenden Wald beendeten die naturinteressierten kleinen und großen Exkursionsteilnehmer ihren abendlichen Spaziergang angefüllt mit erfreulichen Naturbeobachtungen.

Fahrradausflug zur Maulbeeraue

Unsere Radtour im Juni bei hochsommerlichen Temperaturen zur Maulbeeraue bot zahlreiche spannende Entdeckungen in der Natur. Vor allem wasserliebende Arten zeigten sich in großer Vielfalt. So konnten von der gebänderten Prachtlibelle und Plattbauch über großer und kleiner Königslibelle bis hin zu Spitzenfleck und großem Blaupfeil viele Libellen beobachtet werden.

Fast 50 verschiedene Vogelarten zeigten sich unterwegs bzw. ließen ihren Gesang hören:

Wir sahen und hörten Sumpfrohrsänger, Neuntöter, Pirol, Feldlerchen, eine große Gruppe Weißstörche, Rot- und Schwarzmilan, Rohrweihe und Wespenbussard hoch oben am Himmel, ein Eisvogel zeigt sich an der Heubrücke, Flussregenpfeifer und Kormorane auf der Rheininsel bei Nordheim.

Am Brunnen auf der Maulbeeraue konnten wir die ersten reifen Maulbeeren der umstehenden Bäume probieren. Nach einem Zwischenstopp in der Gaststätte Rheinfähre radelte die Gruppe mit vielen besonderen Eindrücken wieder zurück nach Bürstadt.


Entdecke die Schnecke

An drei Vormittagen im Mai und Juni bietet der Naturschutzbund (NABU) Bürstadt für Vorschulkinder von Bürstädter Kindertagesstätten ein naturpädagogisches Programm an. Unter dem Motto „Entdecke die Schnecke!“ kommen die Ältesten der jeweiligen Kindertagesstätten auf das NABU-Gelände, um dort spielerisch Natur pur zu erleben. In diesem Jahr stehen Schnecken im Mittelpunkt des abwechslungsreichen Programms. So können sich die Kinder auf dem vielgestaltigen NABU-Gelände selbst auf die Suche nach Schnecken und anderen Kleintieren begeben, erkunden die Lebensweise der Schecken und dürfen die Tiere beim Schneckenrennen anfeuern. Fragen nach Nahrung und Feinden der Tiere werden ebenso beantwortet wie die Überlegung, wie Schnecken überhaupt ihre Nahrung zerkleinern können. Haben sie etwa kleine Zähnchen? Die Kinder der ersten Gruppe hatten auf jeden Fall viel Spaß an dem bunten Programm und konnten interessante Beobachtungen und neues Wissen mit nach Hause nehmen. Die NABU-Aktiven freuen sich schon auf die beiden kommenden Gruppen von Vorschulkindern, die Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni folgen werden.

Für Pflanzenvielfalt und bunte Gärten

 

 

 Am Sonntag, den 6. April war es wieder soweit,  auf dem Frühjahrsmarkt der Stadt Bürstadt hatten wir wieder eine Pflanzentauschbörse. Damit wollen die Naturschützer einen Beitrag leisten zur höherer Pflanzenvielfalt in Bürstädter Gärten, womit auch indirekt heimische Insekten und Vögel unterstützt werden. Jede und jeder kann mitmachen, der von seinem Balkon oder aus seinem Garten einen Sämling oder Ableger mitbringt, eine überzählige Pflanze, die sich zuhause angesiedelt hat und von selbst ausbreitet oder gezielt angesät worden ist. Diese Pflanzen konnten dann gegen die Ableger anderer getauscht werden.

Wer keine Pflanze mitgebracht hatte und sich trotzdem gerne eine Staude mitnehmen möchte, konnte dies gegen eine kleine Spende nach eigenem Ermessen tun. Darüber hinaus informierte die Jugendgruppe des Nabu über geeignete Insektennisthilfen und stellten selbst gebaute Beispiele vor. Neben der kostenfreien Gartenbroschüre mit hilfreichen Gestaltungsideen für einen vielfältigen Garten lagen weitere Infomaterialien rund um den naturnahen Garten und den Naturschutz zur Mitnahme aus.

 

Die Aktiven des NABU Bürstadt freuten sich, beim Bürstädter Frühjahrsmarkt zusammen mit anderen Pflanzen- und Naturfreunden einen bunten Beitrag für Natur und Vielfalt bieten zu können.

Rotmilane und Auerochsen Naturkundliche Fahrradtour des NABU Bürstadt zur Wattenheimer Brücke

Eine Gruppe naturinteressierter Bürstädter folgte am vergangenen Samstag der Einladung des Naturschutzbundes (NABU) Bürstadt zu einer naturkundlichen Radtour zur Wattenheimer Brücke bei Lorsch/ Einhausen ein. Bei Sonnenschein und bestem Fahrradwetter radelten die Naturfreunde gemeinsam nach Lorsch/ Einhausen zum Gebiet an der  Wattenheimer Brücke. Bereits unterwegs konnten interessante Beobachtungen erfolgen. So entdeckten die aufmerksamen Beobachter einen Trupp von imposanten 27 Milanen, großen Greifvögeln, die das Gebiet auf ihrem Herbstzug Richtung Spanien überflogen. Im Verlauf der Radtour wurden weitere Greifvögel beobachtet,  wie Turmfalken und Mäusebussarde, sowie ein Habicht. An der Wattenheimer Brücke erläuterte Volker Knaup der Gruppe die Entstehung und Entwicklung des Gebietes und der Tierwelt dort. Außerdem stellte er sein Herzensprojekt vor: Die "Rückkehr der Großherbivoren" in die Region. Zusammen mit anderen Mitstreitern sollen nach und nach große Pflanzenfresser wie Auerochsen und Wasserbüffel angesiedelt werden, wie dies beispielsweise bei einem Naturschutzprojekt mit einer kleinen Herde Ungarischer Steppenrinder bei Einhausen bereits geschieht. Nach Knaups interessanten Erläuterungen ließ sich die NABU-Gruppe für ein Picknick nieder, wofür NABU-Aktive leckeres Gebäck und Getränke mitgebracht hatten. Nach dem Picknick wurde gemeinsam zurückgefahren und die Gruppe war sich einig, dass sich diese Tour sehr gelohnt hatte mit all den interessanten Beobachtungen, Informationen und netten Begegnungen.

Freiwilligentag am 21.09.2024

 

Am Samstag waren wir bei tollem Spätsommerwetter im Rahmen des Freiwilligentages der Metropolregion aktiv auf unserem NABU-Gelände und haben es quasi "winterfest" gemacht. Ganz herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer! 

Beeindruckende Flugshow

Interessierte Teilnehmer bei Fledermaus-Exkursion des NABU Bürstadt

 

 

Die Kinder und Erwachsenen, die am vergangenen Freitag zur alljährlichen Fledermaus-Exkursion des Naturschutzbundes (NABU) Bürstadt gekommen waren, zeigten besonderes Interesse und teilweise auch bereits beeindruckende Vorkenntnisse. So waren beispielsweise Schülerinnen der „Fledermaus-Klasse“ der Schillerschule dabei, die sich mit ihrem Klassenlehrer Herrn Foerster bereits im Rahmen von Wald-Projekttagen mit der Lebensweise von Fledermäusen beschäftigt hatten. Bei diesen Fledermaus-Projekttagen war NABU-Vorsitzender Michael Held einer der externen Referenten, der auch die Fledermausexkursion des NABU Bürstadt führte. Bei der Einführung in die Artenvielfalt und Lebensweise von Fledermäusen assistierten die Schülerinnen der Fledermaus-Klasse Michael Held, indem sie ihr gesammeltes Wissen einbrachten. Die Exkursion führte die Gruppe zum Wasserwerk, wo sich eine Kolonie von Breitflügelfledermäusen befindet. Dort gab es weitere Informationen zu Fledermäusen, etwa zu den Themen Winterschlaf und Fortpflanzung. Ein paar Minuten nach Sonnenuntergang konnten die faszinierten Beobachter dann den Ausflug der Fledermäuse aus dem Giebelbereich des Gebäudes erleben. In einem Zeitraum von etwa 15 Minuten flogen insgesamt 33 Breitflügelfledermäuse aus und flogen direkt über den Köpfen der Exkursionsteilnehmer hinweg zu ihren Jagdrevieren im Bürstädter Wald. Begleitet wurde das Flugspektakel durch knatternde Geräusche, die aus den Fledermaus-Detektoren erklangen, die die normalerweise für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbaren Ultraschall-Rufe der Fledermäuse hörbar machten. Auch auf dem Rückweg konnten immer wieder fliegende Fledermäuse gehört und gesehen werden, die entlang der Wasserwerkstraße jagten. Flankiert wurde der Rückweg durch leuchtende Glühwürmchen am Wegesrand. Nach knapp zwei Stunden beschloss die Teilnehmergruppe dann ihren Ausflug am Ausgangsort, angefüllt mit Wissen über Fledermäuse und erfreut über die beeindruckende Flugshow der Fledermäuse im Bürstädter Wald.

Pflanzentauschbörse am 21. April 2024

Zum dritten Mal waren der NABU Bürstadt mit einer Pflanzentauschbörse und einem reichen Angebot von verschiedensten Pflanzen auf dem Bürstädter Frühlingsmarkt vertreten. Im Vorfeld hatten einige Mitglieder überzählige Blumen und Kräuter aus ihrem Garten ausgebuddelt und eingetopft oder aus Samen gezogen. Die NAJU Kindergruppe hat am Vortag zudem noch Samenbomben gebastelt, die von vielen Besuchern gern mitgenommen wurden, um sie in Blumenkästen auszulegen oder einfach im Stadtgebiet zu verteilen, um so für eine größere Blütenvielfalt zu sorgen. Leider war der Besucherstrom auf Grund des der winterlichen nasskalten Temperaturen besonders am Anfang des Frühlingsfest sehr gering, nahm jedoch glücklicherweise in den letzten 2-3 Stunden zu, sodass die meisten Pflanzen ein neues Zuhause finden konnten. So wechselten Akelei, kriechender Günsel, Thymian, Flockenblume und Sedum schnell ihren Besitzer, Fragen zum Gärtnern wurden geklärt und Infomaterialien zur Vertiefung weitergegeben. Trotz der widrigen Wetterverhältnisse war die Tauschbörse somit auch in diesem Jahr wieder eine gelungene Veranstaltung.

Nistkastenworkshop am 17. Februar 2024

Am Samstag kamen Kinder und Erwachsene auf das Gelände des Naturschutzbundes (NABU) Bürstadt, um Nistkästen für Meisen und andere Höhlenbrüter zu zimmern. Bei strahlender Sonne wurde eifrig geschraubt und gehämmert. Manche nahmen auch Bau-Sets mit nachhause, um sie dort zusammenzubauen. Insgesamt 10 Material-Sets wurden so im Laufe des Vormittags ausgegeben- Alle Materialien wurden im Vorfeld besorgt und die Holzteile zurechtgesägt. Die Neuheime für die Meisen wurden stolz mitgenommen für den heimischen Garten. In den nächsten Tagen und Wochen können dort Meisen für gefiederten Nachwuchs sorgen. 

Nistkästen im Riedrodener Wald 

 

Insgesamt hängen 20 Kästen, davon 1 Kasten mit Halbhöhleneingang, 2 Baumläufer Kästen und 17 Kästen mit Höhleneingang. Die Säuberung der Kästen im Winter 24 ergab folgendes Resultat:

 

        1 Kasten mit Höhleneingang belegt durch Hornissen

        1 Kasten mit Halbhöhleneingang ebenfalls belegt durch Hornissen (beide Hornissen Völker ließen sich im Sommer gut beobachten)

        2 Baumläufer Kästen belegt durch Meisen

        12 Kästen mit Höhleneingang belegt durch Meisen (teils wurden die Kästen zweimal bebaut; bei Doppelbebauung wurden wiederholt in den oberen Nestern die Gelege vorgefunden), einmal Belegung durch Stare und einmal Belegung durch Schnäpper

 

        Zwei Nistkästen mit Höhleneingang waren nicht belegt (erstmals Nichtbelegungen seit Beginn der Betreuung der Kästen vor vier Jahren)

Ausrangierter Nistkasten Marke Eigenbau;

hergestellt in den 1980ern vom verstorbenen NABU Mitglied

Fritz Daub.