Aktiv beim NABU

Krötenretter im Einastz

Seit 21. Januar sammeln Nabu-Mitglieder und einige fleissige Helfer im Bereich Wasserwerkstrasse, Sonneneck und Boxheimerhof ab Einbruch
der Dunkelheit Erdkröten ein, bevor diese die Strase überqueren. Das Bürstädter Ordnungsamt hat in diesem Bereich Krötenwarnschilder aufgestellt, mit einer Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h. Die niedrige Geschwindigkeit ist wichtig, da ein bloses Vorbeifahren
eines Autos mit höherer Geschwindigkeit, die Lungen der Tiere zum Platzen bringt. Je nach
Witterung, kann sich die Wanderung der Amphibien noch bis Mitte April hinziehen. Bisher konnten wir vor Ort mehr als 150 Erd-
kröten vor dem Strassentod retten. An dieser Stelle gilt der Dank allen Helfern, die erfreulicherweise von Woche zu Woche mehr werden.

Walter Schuck

Vielfältige Lebensräume

NABU Bürstadt errichtet Totholzhecke und Trockenmauer

Getreu dem Motto "Wir schaffen was!" schleppten, schichteten, schnitten und sägten eifrige Helfer des Naturschutzbundes (NABU) Bürstadt am Samstag bei ihren Projekten im Rahmen des Freiwilligentages der Metropolregion Rhein-Neckar. Ziel des Projekttages war es, das vielfältige NABU-Gelände noch attraktiver für möglichst viele Tierarten zu machen. Konkret wurden eine Trockenmauer und eine Totholzhecke errichtet. Beide bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Tierarten, darunter Insekten, Amphibien, Reptilien und Vögel. Trockenmauern sind ein von Menschenhand geschaffenes Biotop, welches in den letzten Jahrzehnten immer seltener geworden ist. Sie bieten mit ihren zahlreichen Nischen und Ritzen Reptilien wie der seltenen Mauereidechse und Amphibien wie der Wechselkröte, aber auch Spinnen, Käfern und Insekten Unterschlupf. In größeren Nischen brüten zuweilen Vögel und auch Mäuse und Mauswiesel fühlen sich hier zuhause. Auf ihrer sonnenbeschienenen Oberfläche fühlen sich aber nicht nur wärmeliebende Tiere wohl, sondern auch Pflanzen wie Mauerpfeffer, Steinbrech und der seltene Streifenfarn. Eine Totholzhecke besteht aus zwei "Wänden" aus langen Stämmchen und dickeren Ästen, die zwischen Pfosten aufgeschichtet und verflochten werden. Dazwischen ist ein ein Meter breiter Abstand, der mit Reisig, Mulch und Hölzern unterschiedlicher Dicke gefüllt ist. Durch diese Bauweise können sich in der Totholzhecke verschiedenste Tierarten ansiedeln oder einen temporären Unterschlupf finden, brüten, ihre Jungen aufziehen oder überwintern. Die Hecke ist Lebensraum für Zaunkönig und Rotkehlchen, Insekten aber auch für Kleinsäuger wie beispielsweise dem Igel. Doch zunächst musste alles geplant und Material organisiert werden. Hier war Jürgen Manske federführend, der auch zusammen mit Günter und Patrick Ochsenschläger und unterstützt durch den Bauhof der Stadt Bürstadt in den Tagen zuvor alles herbeischaffte und vorrichtete. Am Projekttag selbst arbeiteten dann elf Aktive des NABU Bürstadt Hand in Hand, um Begrenzungspfosten zu setzen, Steine zu schichten, Totholz zurechtzuschneiden und einzufüllen, so dass bei strahlendem Sonnenschein und bester Arbeitslaune Trockenmauer und Totholzhecke kontinuierlich an Form gewannen und wuchsen. Auch Bürgermeisterin Bärbel Schader, die den Naturschützern einen kurzen Besuch abstattete, war ganz begeistert über das sich stetig weiter entwickelnde NABU-Gelände und die eifrigen Helferinnen und Helfer. Am Nachmittag war dann eine beachtliche Trockenmauer und eine große Totholzhecke entstanden, deren Ritzen, Zwischenräume, Versteckmöglichkeiten und Nischen nun auf die unterschiedlichsten Bewohner warten, die die Bauwerke der Naturschützer mit Leben erfüllen.

Ehrenamtliche NABU-Mitglieder mit Schaufeln beim Graben
Ehrenamtliche NABU-Mitglieder packen an für die Natur. Foto: E. Neuling

Unter dem Motto "für Mensch und Natur" engagieren sich beim NABU viele ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer. Rund 35.000 Ehrenamtliche leisten pro Jahr gemeinsam drei Millionen Stunden freiwillige und uneigennützige Arbeit für unsere Natur und Umwelt. Sie haben Lust, sich für die Natur einzusetzen? Mit einer Aufgabe, die Ihnen wirklich liegt? In einem netten und naturbegeisterten Team? Mit zahlreichen Möglichkeiten, etwas dazu zu lernen? Und einem von Ihnen selbst bestimmten Zeitaufwand? Dann sollten wir uns kennen lernen!

Die Ehrenamtsjobbörse

Ihre Zeitspende für die Natur

Nachfolgend zeigen wir Ihnen die Vielfalt an Möglichkeiten auf, wie Sie uns unterstützen können und damit der Natur helfen. Sie können selbst auswählen, welchen "Ehrenamts-Job" Sie übernehmen und wie viel Zeit Sie damit der Natur spenden wollen!

 

Melden Sie sich doch bei Interesse bei einem Vorstandsmitglied, wir freuen uns.

 

 

 

Job 01: Nistkasten-Workshop

Jedes Jahr im Februar bieten wir einen Workshop auf unserem NABU-Gelände an, bei dem Interessierte einen Nistkasten für heimische Singvögel bauen können. Aus bereits vorgesägten Einzelteilen aus naturbelassenem Holz werden Nistkästen angefertigt.

 

Job 02: Aktion Saubere Landschaft

 

Jedes Jahr nimmt der NABU an der Aktion "Saubere Landschaft" der Stadt Bürstadt teil.

 

Job 03: Geländearbeiten

In regelmäßigen Abständen arbeiten auf unserem Gelände

 

Job 04: Stunde der Gartenvögel:

Infos: www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel