Auf dieser Seite stellen wir Lieblingsstücke unserer Mitglieder vor, das können Vogelstimmen CD's sein, ein Buch oder Fundstücke  aus und mit der Natur. Viel Spaß beim Anschauen und Lesen!


Vogelstimmenexkursion mit Uwe Westphal/CD.

Eine Kohlmeise mit Hamburger Akzent!

  

Ich kann mir zu meinem Leidwesen außer den gängigen Arten nur schlecht Vogelstimmen merken. Neben der diesbezüglich ziemlich erfolglosen Teilnahme an diversen Vogelstimmen-Wandertouren und dem – wenig nachhaltigen - Anhören von Vogelstimmen im Internet bin ich irgendwann bei Uwe Westphal gelandet!

 

Der Vogelkundler imitiert ausschließlich mit seinen Sprechwerkzeugen, ohne weitere Hilfsmittel, die gängigsten wie auch ziemlich abgelegene Vogelstimmen (Ausnahme ist der Wachtelkönig, wo er einen Kamm zu Hilfe nimmt). Wenn es mit Mund und Zunge nicht hinhaut, auch mal mit Hilfe von aus der Volkstradition - der überwiegend deutschsprachigen Länder - entlehnten Sinnsprüchen, so beispielsweise bei der Singdrossel, der Merkvers stammt aus der Schwyz:

 

„Bonjour bonhour bonjour

 

Monsieur Huber Huber Huber

 

wohii? Wohii? Wohii?

 

Uff Bern, uff Bern, uff Bern?

 

Montreux, Montreux, Montreux -

 

Piz Palü, Piz Palü, Piz Palü, Piz Palü.

 

Oui, oui, oui, oui,

 

Mon dieux, mon dieux, mon dieux!“

 

Die einzelnen Vogelstimmen werden immer prägnant vorgetragen und klingen dann `typischer` als die Vogelstimme im Original, die dazu gehörenden Kommentare unseres Stimmen-Akrobaten sind hilfreich und nicht ganz humorfrei.

 

Noch ein Beispiel für einen lautmalerischen Sinnspruch, diesmal zum Gesang der Rauchschwalbe:

 

„Flick mir`s Mützl,

 

gib mir`n Faden Zwirrrrn,

 

wirb wirb wirb widewitsch,

 

witt, weid, woi ä zerrrrr.“

 


Eine ausgefallene Naturexkursion

Heute, Ende April, holte ich zusammen mit meiner Frau die für diese Zeit angekündigte, wegen „Corona“ aber nicht durchführbare, Naturexkursion nach.

 

Der Weg führte uns per Fahrrad an den Grenzgraben zwischen der Bürstädter und Einhauser Gemarkung. Von dort ging`s zu Fuß los, ein Rundweg durch das Bruch bis zur Weschnitz und wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt. Bei trockenem Wetter, mit allerdings ständigen Regenwolken und einem kalten, böhigen Wind, meist über staubtrockene, teils auch über asphaltierte Feldwege. Auf unserer rund 3-stündigen Tour begegnete uns heute kein weiter Mensch, begleitet wurden wir aber vom immer wieder zu hörenden Kuckuck, dem Pirol, der Nachtigall und dem Fasan. Unweit der Weschnitz auf einer Kuhweide zählten wir eine Gruppe von 10 Weißstörchen, an einer Stelle fanden wir am Wegrand – wunderschön blühend – eine Staude Doldiger Milchstern. Zur Abwechslung hörten wir im Hintergrund mal eine Hohltaube, später in den abgestorbenen Pappeln am Grenzgraben nach Bürstadt noch eine Turteltaube. Wieder auf dem Rad, zurück Richtung Riedrode, gab uns die Vogelwelt noch ein besonderes Schauspiel, sicherlich das `Highlight` der heutigen Tour: Gleich vier Kiebitze `hassten` eine weibliche Rohrweihe, mit waghalsigen, aus der Sicht des Greifvogels vermutlich nervigen Manövern.

 

Soweit die ´ausgefallene Naturexkursion`, hoffentlich nächstes Jahr diese Tour oder eine Ähnliche wieder als Gruppenerlebnis!

 


Facetten der Vielfalt!

Video zu Schwalben, Mauersegler & Co:


Waldspaziergang

Bildband von Peter Wohlleben: Das geheime Leben der Bäume

Der Wald ist für viele Menschen ein Sehnsuchtsort. Peter Wohlleben eröffnet in seinem Bildband ungeahnte Einblicke in das verborgene Leben der Bäume.

 

Bei einem Waldspaziergang den Wald einmal anders erleben und die Vielfalt von Pflanzen und Tiere entdecken.

 


"Schützt die Hornissen"

Mein Lieblingsstück ist das 1992 erschienene Buch "Schützt die Hornissen" von Robert Ripberger und Claus-Peter Hutter. Das Buch beschreibt die Lebensweise, Gefährdung und Merkmale der heimischen Faltenwespen und gibt hilfreiche Informationen und praktische Ratschläge im Umgang mit Wespen. Dabei ist es sehr interessant und leicht verständlich geschrieben, so beginnt es mit der Erzählung über das Leben der Hornissenkönigin namens Regina.

 

Anhand der Steckbriefe von neun verschiedenen sozial lebenden Faltenwespenarten kann das Werk auch sehr gut als Bestimmungshilfe verwendet werden.

 

Viele der dort angesprochenen Faktoren, die für den Rückgang dieser geschützten Insekten verantwortlich sind, wie Lebensraumzerstörung und chemische Keule, sind heute leider noch immer aktuell.

 

Hier ein kurzer Auszug aus dem Buch:

 

"Umwelt kann nur schützen, wer Zusammenhänge in der Natur kennt. Und so ist dieses Buch auch kein Bestimmungsbuch im herkömmlichen Sinn; es versteht sich vielmehr als ein Naturschutzbuch, das biologisch interessante Fakten aufzeigt, ökologische Zusammenhänge erläutert und durch detailgerechte Abbildungen das Erkennen der mitteleuropäischen, soziallebenden Faltenwespenarten [...] ermöglicht."